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Alle Wege führen nach Rom so auch der Weg, der Kunstkurse Ehrminger und Bojanowska bei der Kunstexkursion NK K1 2017

Meldung vom 12.06.2017

„Diese Stadt ist nicht nur beeindruckend, sondern auch voller Überraschungen“, meinten einige Schülerinnen der Kunstkurse. An eigentlich jeder Ecke findet man Kunst in ihrer vielfältigsten Art. Egal ob es die Touristenmagneten sind die, wie Michelangelos „Piéta“ im Petersdom, die täglich mehrere tausend Besucher in die Basilika lockt, oder ob es bemalte Garagentore in engen romantischen Gassen sind. Rom ist wirklich ein Muss für alle Kunstliebhaber.
Der 15 Köpfchen Gruppe, samt Lehrerinnen war bewusst, dass das Abenteuer durch Rom nicht nur aufregend sondern auch anstrengend sein würde. Man sollte bemerken: Es wurden Schrittrekorde von über 23.000 Schritten an einem Tag aufgestellt. Das einzige was wirklich half, war nicht nur die Freude auf Michelangelo oder Bernini (bedeutende Künstler), sondern einzig die Hoffnung auf von Frau Bojanowska und Frau Ehrminger spendierten Eisbecher, den man dann gemeinsam bei 23 °C im Schatten einer Kirche des späten Barocks genießen konnte. Doch von Anfang an: Treffpunkt für die Kunstexkursion war am 7. Mai um 12:30 am Flughafen Stuttgart. Da der Flug um 14:30 starten sollte, wollten 13 Schülerinnen eingecheckt werden und voller Vorfreude durch die Sicherheitskontrolle gehen. Doch die erste Krise ließ nicht lange auf sich warten. Wo ist der Check-In Schalter und zu welchem müssen wir denn überhaupt? Ein lustiger Anblick wenn eine Truppe von aufgedrehten Mädels quer durch den Flughafen läuft und sogar fremde Leute einer Art Armee Platz machen um nicht von Koffern überrollt zu werden. Nach wenigen Metern und vielen Fragereien wurde die Gruppe „kurzerhand“ eingecheckt, was eigentlich mehr als eine Stunde dauerte. Eine Warterei bei der Sicherheitskontrolle und ein Hallöchen bei der Bombenkontrolle später, liefen die Mädchen der Girlgroup direkt zum Gate und ab ins Flugzeug. Ein Tipp von mir: Es ist immer gut zwei Stunden früher am Flughafen zu sein, wenn man als Familie mit 15 Mitgliedern reist!
Komplett verteilt sitzend im Flugzeug ging es ab nach Rom. Abgeholt mit einem Namensschild -Bojanowska- (erstes Highlight) und schwer getroffen von der Hitzewelle, wurde die aufgeteilte Gruppe in die Nähe des Stadtzentrums Rom gefahren. Das Hotel, welches gar nicht weit entfernt vom Vatikan lag, befand sich ab dem dritten Stock aufwärts in einem gediegenen, gepflegten römischen Altbau. Der Aufzug war vorerst zu antik um mit ihm den 22 Kilo schweren Koffer hoch in den fünften Stock zu befördern, wo sich die Rezeption befand, um dann wieder zwei Stockwerke nach unten zu laufen, wo das letztendliche Zimmer lag. Voller Mut und Eifer, wurde der Aufzug dann letztendlich doch benutzt. Die Faulheit siegt.
Das tägliche Frühstück wurde von einem süßen kleinen Café in der nahegelegenen Querstraße serviert. Große Auswahl gab es nicht und die Teller waren ebenso individuell, wie die Menschen, die von ihnen aßen. Das Ambiente des Cafés war jedoch romantisch und entsprach den typischen Klischees eines italienischen Cafés. Morgens aßen wir also neben Croissants und Cornflakes auch frischgebackenes Brot und Schinken. Nach jedem Frühstück wurde der Tag besprochen. Was stand an und wo sollten die sportlichen Wege hin führen?


Tag 2: Montag morgen. Eigentlich hatten wir noch nichts aufregendes erlebt, aber es gab schon jetzt eine Planänderung. Gut für uns Schüler, schlecht für Frau Bojanowska. Sie hatte sich am Morgen den vorderen oberen Schneidezahn abgebrochen und musste nun schnell zu einer Zahnärztin, die das Lächeln von Frau Bojanowska wieder vervollständigen sollte. Von 9 Uhr bis 11 Uhr morgens hatten wir nun Freizeit. Als Gruppe liefen wir später zu einem Museum „Museo Ara Pacis“ („Altar des Friedens“ des Augustus) in dem wir eigenhändige Zeichnungen anfertigten und ebenso viel Theoriewissen mitbekamen. Außerdem besprachen wir beim weiteren Laufen durch die Stadt öffentliche Plastiken
auf ihre Gestaltungsmerkmale, sowie Licht und Schatten, Ecken und Kanten, Allansichtigkeit, etc.
Das Pantheon ist nur ein Nachfolger eines anderen von Marcus Agrippa erbauten Tempel. Eine Inschrift über der Vorhalle ehrt den originalen/ersten Erbauer. Von außen sieht es aus wie ein griechischer Tempel, woran ebenso die hohen Säulen schuld tragen. Von innen ist das Pantheon mit viel Gold und ebenso viel Marmor geschmückt. Das besondere am Pantheon ist seine Kuppel mit einem Durchmesser von 43,3 m. Die Kuppel besitzt in der Mitte wortwörtlich nichts, außer ein Blick zum Himmel hinauf. Die 9 Meter breite Öffnung lässt genug Licht ins Innere des Pantheons, um als einzige Lichtquelle zu reichen. Damit gehört diese Kuppel zu der größten jemals gemauerten Kuppel der Welt (die Römer verwendeten dabei nichts anderes als Beton). Als weitere Station, in der Kirche San Pietro in Vincoli, betrachteten wir Petrus’ Ketten und Michelangelos „Moses“. Nicht umsonst wird das Grabmal des Papstes Julius II. auch „Grabmal des Moses“ genannt. Allein sein Bart ist eine Studie wert und die gekonnte Arbeit Michelangelos, zusammen mit der zentralen Position von Mose ziehen alle Blicke auf sich. Noch voller Erstaunen und mit schmerzenden Füßen machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg, bei dem das vom Regen genässte Colosseum von außen bewundert wurde.


Tag 3: Am Dienstag wollten wir in die Vatikanischen Museen, welche zwar sehenswert sind (Torso von Belvedere / Laokoon-Gruppe), jedoch an diesem Tag viel zu überfüllt und einfach zu eng waren. Ein Highlight dort, war definitiv die „Sixtinische Kapelle“ mit Michelangelos Deckenfresken, die das bekannteste religiöse Schauspiel darstellen. Gott und Adam berühren sich fast mit dem Zeigefinger. Die Figuren sind fast alle nackt gemalt und wurden nach Michelangelos Tod „angezogen“. Die Schamgegend wurde übermalt. Doch nach einer aufwendigen Rekonstruktion sieht man das heutige riesige Deckenfresko in seiner völlig überwältigen Gestalt. Fast zu schade, dass man eigentlich nicht fotografieren durfte. Der Aufenthalt in der Sixtinischen Kapelle war wirklich sehr kurz gehalten. In weniger als 5 Minuten wurde man von den Menschenmassen direkt vom Eingang zum Ausgang geschoben, es sei den man blieb erstaunt stehen.
Und zum guten Ende eines anstrengenden Tages, gab es einen spendierten Becher Eis von Frau Bojanowska und Frau Ehrminger!
Eine spontane Aktion führte uns frisch gestärkt zu einer Fotoausstellung, der vor wenigen Jahren entdeckten Amerikanerin Vivian Meier (Museo di Roma in Trastevere).


Am Mittwoch, dem 4. Tag in Rom, wollten wir eigentlich unser Vorhaben des Vortags ausleben, früher aufstehen und den Petersdom besichtigen. Wäre nicht der komplette Platz von Bräuten in weißen Kleidern gefüllt gewesen, hätten wir uns sicher an diesem Morgen den Petersdom angeschaut…
Vom „Piazza del Popolo“ („Platz des Volkes“, genannt nach der Kirche Santa Maria del Popolo) aus liefen wir auf einen Hügel zu, auf dem wir eine atemberaubende Aussicht über Rom hatten. Nach einer keinen Freizeit in dem Borghese Garten traf sich die Gruppe wieder vollzählig in der Galleria Borghese. Eine Villa der Familie Borghese, ausgestattet mit den schönsten Bildern von Raffael, Andrea del Sarto, Caravaggio, Botticelli und den berühmtesten Statuen von Bernini, Canova und Werken aus der römischen Antike. Allein die Decken dieser Galerie waren überwältigend! Entstanden aus Farbe (Trompe-l’œil Malerei), als wäre sie gebaut aus Marmor. Weiter ging es in die Stadtmitte zu einer Shoppingstraße über die „Spanische Treppe“ bei der wir uns alle wieder mit Sonnencreme versorgten. Über den Platz mit „Fontana die Trevi“ (der bekannteste Brunnen Roms) ging es weiter zum „Petersdom“, der von außen schon imposant aussah aber von innen erst recht mächtig war. Michelangelos Kuppel war mächtig. Die Wände waren mächtig. All das Gold und der Marmor waren mächtig. Alles war mächtig. Kein Wunder, dass der Papst seine ganzen Messen aus und in diesem Dom
abhält und auch von hier aus, Rom und den kompletten Erdkreis segnet. In der ganzen Pracht ging Michelangelos Pieta hinter den Besuchergruppen fast unter.

   


Am letzten Abend in Rom gab es natürlich leckere Pizza und Pasta und oben drauf noch himmlisch gutes Tiramisu.
Über die komplette Reise, schon fast Genussreise kann man sie nennen, bewunderten wir Werke aus der griechischen und römischen Antike, romanische Kunstwerke, Werke aus der Zeit der Renaissance, des Barocks und des Manierismus. Viele Eindrücke durften wir gewinnen und ebenso viel Information wirkte und wirkt noch auf uns ein. Eine unglaublich gute Mischung um eine Studienfahrt interessant und dennoch modern und jugendlich zu gestalten.
Die Abreise an Tag 5, nämlich dem Donnerstag, war eher leise und Einige der Gruppe waren traurig gehen zu müssen. Es wurden Witze über einen eventuellen verpassten Flieger gemacht und es wurde schon besprochen, wann das nächste Mal die Stadt Rom auf dem Programm stehe. Ganz egal ob Privat oder doch nochmal als Gruppe. Das ist dann wohl das größte Kompliment von den Schülern an die Lehrer gewesen. Eine große Stadt in nur drei bis vier Tagen zu zeigen, zu verstehen und dabei noch Spaß zu haben und weiterzugeben ist eine echte Leistung, die Frau Ehrminger und Frau Bojanowska mit gutem Stil und Motivation erbracht haben. Dafür ein dickes Dankeschön von den Schülerinnen des Leistungskurses Kunst in der Kursstufe 1.
Empfehlungen gehen definitiv an die Stadt Rom und vielleicht ja auch einfach mal Privat die Kunst der Spätrenaissance zu entdecken.
geschrieben von Celine Scheb, K1.

 

Zuletzt geändert am 12.06.2017 um 13:50

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Letzte Änderung: 13.05.2018, 18:36

 
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